Augsburg, 09.02.2026. Am Montagabend wurde der Bischof-Simpert-Preis für das Jahr 2025 verliehen. Den mit 500 Euro dotierten Hauptpreis erhält die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) Diözesanverband Augsburg für ihren „Demokratietag 2025“. Der spirituelle Sonderpreis ging an die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Oberhausen für den „Jugendgottesdienst – weniger Kopf, mehr Herz“. Der Innovationspreis wurde an die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Diözesanverband Augsburg für das Projekt „Transformationsprozess DPSG Augsburg 2032 – Teilprojekt Digitalisierung“ verliehen.
Die Preisverleihung fand im Rahmen der Jugendwerkwoche im Haus Sankt Ulrich statt. Bischof Dr. Bertram Meier würdigte dabei das vielfältige Engagement junger Menschen in der kirchlichen Jugendarbeit.
Demokratietag der PSG erhält den Bischof-Simpert-Preis
Mit dem Bischof-Simpert-Preis 2025 wird den PSG Diözesanverband Augsburg für ihren „Demokratietag 2025“ ausgezeichnet. Der Aktionstag fand am 20. September 2025 anlässlich des Weltkindertags in der Augsburger Innenstadt statt. Über 100 Mädchen und junge Frauen im Alter von sechs bis 20 Jahren sowie Leiterinnen und Ehrenamtliche beschäftigten sich mit demokratischen Werten, Kinder- und Menschenrechten und der Frage nach Mitbestimmung.
In Workshops, einem Planspiel, einer Schnitzeljagd und einem digitalen Actionbound konnten die Teilnehmerinnen Demokratie ganz praktisch erleben. Auch kreative Aktionen im öffentlichen Raum machten die Themen sichtbar und zeigten, dass Demokratie von Beteiligung lebt.
Die Jury würdigte insbesondere die Auseinandersetzung mit einem wichtigen gesellschaftlichen Thema, das gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist. Gleichzeitig erfülle das Projekt eine Grundaufgabe der katholischen Jugendverbände: junge Menschen zu befähigen, sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen, ihre Stimme einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Besonders beeindruckend war für die Jury die Sichtbarkeit des Projekts im Stadtbild. Der Demokratietag zeigte, wie aktiv und wirksam katholische Jugendarbeit sein kann.
Spiritueller Sonderpreis für die KLJB Oberhausen
Der spirituelle Sonderpreis geht an die KLJB Oberhausen für ihren „Jugendgottesdienst – weniger Kopf, mehr Herz“. Der Gottesdienst wurde von Jugendlichen selbst vorbereitet und gestaltet. Sie entwickelten den Ablauf, wählten Musik und Texte aus und übernahmen verschiedene liturgische Elemente. Gemeinsam mit dem Chor „Klangwellen Oberhausen“ wurde der Gottesdienst musikalisch begleitet. Im Anschluss waren die Besucherinnen und Besucher zum gemeinsamen Essen und Beisammensein im Pfarrgarten eingeladen.
Für die Jury überzeugte das Projekt durch die solide Auseinandersetzung mit dem Glauben und die sehr gute Nachahmbarkeit für andere Gruppen. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Initiative von Jugendlichen für Jugendliche ausging. „Junge Menschen machen genau das, was sie brauchen“ – und werden dabei dort abgeholt, wo sie gerade stehen. So verbindet das Projekt Glauben, Gemeinschaft und die Eigeninitiative junger Menschen.
Innovationspreis für die DPSG
Der Innovationspreis wird an den DPSG Diözesanverband Augsburg für das „Teilprojekt Digitalisierung“ im Rahmen des Transformationsprozesses „DPSG Augsburg 2032“ verliehen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Einführung einer benutzerfreundlichen und KDG-konformen Online-Anmeldelösung für Veranstaltungen auf Stammes-, Bezirks- und Diözesanebene. Die Lösung soll ehrenamtlich Engagierte bei organisatorischen Aufgaben entlasten und dadurch mehr Zeit für die eigentliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schaffen.
Die Jury sieht darin ein Beispiel dafür, wie Jugendarbeit mit der Zeit geht und sich weiterentwickelt. Besonders überzeugte, dass nicht nur über Veränderung gesprochen, sondern diese konkret umgesetzt wurde. Gleichzeitig unterstützt der Diözesanverband die Ortsgruppen subsidiär und schafft eine digitale Struktur, von der die ehrenamtliche Arbeit vor Ort profitiert.
19 Projekte eingereicht
Insgesamt wurden für den Bischof-Simpert-Preis 2025 19 Projekte eingereicht. Der Hauptpreis ist mit 500 Euro dotiert, der spirituelle Sonderpreis und der Innovationspreis jeweils mit 250 Euro. Alle weiteren Einreichungen erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 50 Euro.
Der Bischof-Simpert-Preis wird seit 1997 vergeben und zeichnet Projekte der kirchlichen Jugendarbeit des jeweils vergangenen Jahres aus. Er macht das vielfältige Engagement junger Menschen sichtbar und möchte dazu ermutigen, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. 2025 wurde der Preis zum 29. Mal vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend und dem Katholischen Jugendwerk (KJW) verliehen.
Die drei ausgezeichneten Projekte zeigen auf unterschiedliche Weise, wie vielfältig katholische Jugendarbeit ist: Sie setzt sich mit gesellschaftlichen Themen auseinander, gestaltet Glauben aus der Perspektive junger Menschen und entwickelt neue Lösungen für die Herausforderungen ehrenamtlicher Arbeit.
Warum Simpert-Preis?
Nach einer Legende hat Bischof Simpert ein kleines Kind vor einem reißenden Wolf gerettet. Heute gibt es für Kinder und Jugendliche andere Gefahren und Bedrohungen. So ist es auch heute notwendig, sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Mit dem Bischof-Simpert-Preis hebt der BDKJ selbstverantwortete Aktivitäten und Projekte junger Menschen hervor. Kinder und Jugendliche erhalten zusätzlich Impulse für ihr eigenes Engagement.
In der Jury saßen:
Domvikar Dominik Zitzler, Verbändereferent im Bistum Augsburg
Katja Ölberger, Bezirksrätin - ENTSCHULDIGT
Isolde Rieger, Vorstandsmitglied des Katholischen Jugendwerks (KJW)
Eva-Maria Konrad, KLJB Diözesanverband Augsburg
Sebastian Otte, BDKJ Kreisverband Ostallgäu
Dr. Thomas Wienhardt, Abteilungsleiter Personal-, Organisations- und Pastoralentwicklung im Bistum Augsburg - ENTSCHULDIGT





